Schon nach den ersten Minuten fällt auf: Der Hauptcharakter erinnert optisch verdächtig an einen gewissen Prinzen. Zufall? Vielleicht. Aber was hat das Spiel abseits dieser offensichtlichen Inspiration zu bieten?
Ihr schlüpft in die Rolle von Arny, einem Krieger, der sich auf die gefährliche Suche nach seinen verschollenen Kameraden macht. Auf seiner Reise durch eine geheimnisvolle, miteinander verbundene Welt stellt er sich mächtigen Bossen, kniffligen Jump'n'Run-Passagen und zahlreichen Gefahren. Nach und nach deckt ihr die Ereignisse rund um den Krieg auf, während neue Fähigkeiten immer weitere Bereiche der Welt zugänglich machen und zum Erkunden motivieren.
Zwischen Sprüngen und Entdeckungen
Wie in einem klassischen Metroidvania schaltet ihr nach und nach neue Fähigkeiten frei, mit denen ihr zuvor unerreichbare Bereiche erkunden könnt. Die Karte zeichnet sich dabei nicht automatisch komplett auf. Erst wenn ihr in einem Gebiet eine Drohne und das entsprechende Kartenmodul gefunden habt, wird der Bereich sichtbar.
Habt ihr einen Schatz entdeckt, den ihr noch nicht erreichen könnt, lässt sich dieser per Ingame-Screenshot direkt auf der Karte markieren. So wisst ihr später genau, wo ihr mit einer neuen Fähigkeit noch einmal vorbeischauen solltet.
Leider zeigt sich hier auch die größte Schwäche des Spiels. Die Steuerung (gezockt auf Xbox Controller) wirkt stellenweise überladen und nicht immer zuverlässig.
Viele Fähigkeiten werden mit RB + Aktionstaste aktiviert. Da der normale Sprung auf A und der Dash auf RT liegen, geraten die Finger bei anspruchsvolleren Passagen schnell an ihre Grenzen. Zusätzlich könnt ihr während gedrückter RB-Taste nicht springen, was einige Sprungpassagen unnötig umständlich macht.
Positiv ist, dass ihr in den Barrierefreiheitsoptionen viele Jump'n'Run-Passagen überspringen könnt. Einige Story-Abschnitte müsst ihr allerdings trotzdem selbst meistern.
Ein Kampfsystem mit Tiefgang
Im Kampf stehen euch drei Waffentypen zur Verfügung: Schwert, Hammer und Chakram. Für jede dieser Waffen könnt ihr insgesamt drei Varianten finden, die sich in ihren Werten und Fähigkeiten unterscheiden. Neue Eigenschaften werden durch das Besiegen von Gegnern freigeschaltet.
Die zahlreichen Bosskämpfe sind durchaus fordernd, bleiben aber jederzeit fair. Dank mehrerer Schwierigkeitsgrade finden sowohl Einsteiger als auch erfahrene Spieler den passenden Anspruch. Auch die normalen Gegner sorgen mit ihrer Vielfalt dafür, dass die Kämpfe abwechslungsreich bleiben.
Versteckte Wege und lohnender Loot
Die Spielwelt ist groß, clever miteinander verbunden und lädt zum Erkunden ein. Überall trefft ihr auf NPCs, die euch Nebenquests geben oder euch Hinweise auf versteckte Geheimnisse liefern.
Neben zahlreichen Sammelobjekten erwarten euch jede Menge versteckte Bereiche, anspruchsvolle Jump'n'Run-Passagen und lohnenswerte Belohnungen. Wer gerne jede Ecke einer Karte erforscht, wird hier viele Stunden beschäftigt sein.
Kurz gesagt
Das Spiel ist sicher nicht perfekt. Vor allem die überladene Steuerung und einige Sprungpassagen fühlen sich gelegentlich etwas hakelig und unpräzise an. Wer über diese kleineren Schwächen hinwegsehen kann, bekommt für rund 13 € ein überraschend umfangreiches Metroidvania eines kleinen Entwicklerteams, das mit einer Spielzeit von etwa 15 Stunden und einer gelungenen Spielwelt überzeugt.
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