Blasphemous 2 - Ein würdiger Nachfolger voller Schmerzen

Veröffentlicht am 20. Juli 2026 um 12:00
Blasphemous 2

Der Büßer zieht erneut in den Kampf. Auch im zweiten Abenteuer erwartet euch eine düstere Welt voller Blut, religiöser Symbolik und kryptischer Geheimnisse. Wer dachte, der Vorgänger wäre schon gnadenlos gewesen, wird hier eines Besseren belehrt.

 

Schon zu Beginn bekommt ihr die Auswahl zwischen drei verschiedenen Waffen, die sich in Geschwindigkeit und Schaden unterscheiden. Wählt also die, die am besten zu eurem Spielstil passt. Jede Waffe besitzt außerdem eigene Perks und Fähigkeiten, mit denen ihr bestimmte Bereiche der Welt erreichen könnt. Hier kommt der Metroidvania-Aspekt ins Spiel. Dadurch fühlen sich sowohl die Erkundung als auch die Kämpfe deutlich abwechslungsreicher an als noch im Vorgänger.

Die beiden anderen Waffen schaltet ihr im Verlauf der Story frei. Sogar der Anfang des Spiels und einige der ersten Gebiete unterscheiden sich je nach eurer Waffenwahl, was für einen abwechslungsreichen Start sorgt. Auch bei verschiedenen Gegnertypen lohnt sich später ein Waffenwechsel.

Die Story wird euch erneut eher kryptisch erzählt, doch dabei bleibt es nicht. Auch die Nebenquests verlangen Aufmerksamkeit. Welcher NPC welchen Questgegenstand haben möchte, erfahrt ihr ausschließlich über Dialoge und Texte. Ein Questlog sucht ihr vergeblich und manche Quests beginnen sogar erst durch den Inhalt gefundener Briefe.

Jeder Schritt belohnt eure Neugier. Wer aufmerksam erkundet, entdeckt weit mehr als nur den nächsten Boss.

Gameplay: Kämpfe und Geschicklichkeit

Die Kämpfe sind gewohnt blutig und brutal. Die grotesk gestalteten Gegner haben es ordentlich in sich und selbst die Standardgegner teilen kräftig aus. Konzentriertes Spielen ist hier Pflicht.

Zwischendurch lockern Jump-&-Run-Passagen das Gameplay auf. Diese bewegen sich meist im mittleren Schwierigkeitsbereich und werden gelegentlich mit kleinen Zeitaufgaben kombiniert. Läutet beispielsweise eine Glocke und erreicht das geöffnete Tor, bevor sie wieder verstummt.

Die riesigen Bosse sind dann noch einmal eine ganz andere Herausforderung. Hier werdet ihr mehrfach scheitern und ihre Angriffsmuster lernen müssen. Bis auf eine Ausnahme empfanden wir die Kämpfe aber jederzeit als fordernd, aber fair.

Sterben tut wieder weh

Im zweiten Teil sammelt ihr nach jedem Tod wieder Sünde. Diese wirkt sich auf euren Eifer aus, also die Ressource für Gebete und Verse. Im Gegensatz zum Vorgänger verliert ihr jedoch keine Währung mehr. Stattdessen sinkt eure Verteidigung, wodurch ihr mehr Schaden einsteckt. Eure Sünden könnt ihr gegen Bezahlung bei einem NPC entfernen und euren Status wieder zurücksetzen.

 

Das Mea Culpa DLC bringt eine neue Waffe, neue Bosse, Sammelobjekte und eine weitere Fähigkeit ins Spiel. Der Fokus liegt dabei eher auf längeren und anspruchsvolleren Sprungpassagen als auf besonders schweren Kämpfen.

Uns hat das Gesamtpaket so gut gefallen, dass wir sowohl das Hauptspiel als auch das DLC zu 100 Prozent abgeschlossen haben.

Kurz gesagt

Blasphemous 2 ist ein würdiger Nachfolger, der die Stärken des ersten Teils konsequent ausbaut. Das abwechslungsreichere Kampfsystem, die gelungene Mischung aus Soulslike und Metroidvania sowie die dichte Atmosphäre machen das Abenteuer zu einer klaren Empfehlung für Genre-Fans. Dass wir Hauptspiel und DLC zu 100 Prozent abgeschlossen haben, spricht eigentlich schon für sich.

Spielbar auf:

Spieldauer: ca 25h (inkl. DLC)

Bewertung des Games unserer Blog-Leser:

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