The Evil Within – Horror ohne Munition? Viel Spaß.

Veröffentlicht am 8. Oktober 2026 um 12:00
Blasphemous 2

Willkommen zum Horrortrip, in dem Munition knapp ist und Gegner keine höfliche Einladung zum Bleiben sind. The Evil Within schickt euch in eine düstere, surreale Welt voller Splatter, harter Gegner und unangenehmer Überraschungen. Wer einfach drauflosballert, merkt schnell: Die nächste Patrone ist oft wertvoller als starke Nerven.

 

Zu Beginn haben wir einen entscheidenden Fehler gemacht: Gegner wurden kurzerhand mit allem erledigt, was das Inventar hergab. Das Problem? Munition und andere Ressourcen sind schneller knapp, als man denkt.

Nach etwa drei Kapiteln hatten wir den Dreh raus. Gegner lieber umgehen, aus dem Hinterhalt ausschalten und die Umgebung gründlich durchsuchen.

The Evil Within belohnt vorsichtiges Vorgehen und gutes Ressourcenmanagement.

Denn spätestens wenn euch eine Gegnerhorde entgegenschwappt, seid ihr froh über jede Patrone, die ihr vorher eingespart habt.

Harter Splatter trifft auf eine ziemlich schräge Story

Die Geschichte beginnt mit einem Massaker in der Beacon-Nervenklinik, das ihr aus der Perspektive von Sebastian erlebt. Was zunächst schon verstörend genug klingt, wird im weiteren Verlauf immer surrealer und merkwürdiger.

Auch bei den Gegnern geht das Spiel nicht gerade zimperlich vor. Kopfschüsse, Explosionen oder ein gezielter Einsatz von Streichhölzern sorgen dafür, dass die Feinde auch wirklich am Boden bleiben. Letztere sind allerdings rar gesät.

Dazu kommen ordentlich Blut und brutale Trefferanimationen. Wer empfindlich auf Splatter reagiert, sollte also wissen, worauf er sich einlässt. Die bedrückende Atmosphäre und die zunehmend härteren Gegner machen den Horrortrip zusätzlich unangenehm. Im positiven Sinne natürlich.

Euer Arsenal wächst mit

Im Laufe des Spiels erweitert sich euer Waffenarsenal immer weiter. Neben Schrotflinte, Magnum und Scharfschützengewehr wird vor allem die Qualen-Armbrust zu einem wichtigen Werkzeug.

Mit verschiedenen Bolzen könnt ihr Gegner beispielsweise einfrieren oder mit Explosionsbolzen ordentlich Schaden anrichten. Gerade diese Spezialmunition solltet ihr allerdings nicht sinnlos verballern. Für besonders harte Gegner und Bosse kann sie den entscheidenden Unterschied machen.

Die Grafik ist leider in die Jahre gekommen

Ursprünglich für die Xbox 360 erschienen und von uns auf der Series X gespielt, sieht man dem Spiel sein Alter inzwischen deutlich an. Graue Umgebungen und teilweise matschige Texturen lassen sich nicht wegdiskutieren.

Wer bei Horror vor allem Atmosphäre und Gameplay sucht und nicht jedes Grashalm-Detail analysiert, kann darüber aber hinwegsehen.

Kurz gesagt

Wir waren nach dem dritten Kapitel tatsächlich kurz davor, The Evil Within abzubrechen. Im Nachhinein wäre das ziemlich schade gewesen. Denn sobald man die Mechaniken verstanden hat und anfängt, mit Munition und Ressourcen wirklich zu haushalten, entwickelt das Spiel seinen eigenen Reiz. Aus dem anfänglich frustrierenden Einstieg wird ein solider Survival-Horror-Titel, der euch immer wieder dazu zwingt, eure nächsten Schritte zu überlegen.

Wer mit ordentlich Splatter, einer ziemlich abgefahrenen Story und einer beklemmenden Atmosphäre klarkommt, sollte The Evil Within definitiv nachholen.

Spielbar auf:

Spieldauer: ca 16h

Bewertung des Games unserer Blog-Leser:

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