Silent Hill 2 Remake – Ein Schritt nach vorn, drei Gründe zur Panik

Veröffentlicht am 22. Oktober 2026 um 12:00
Silent Hill 2 Remake

Wir wagen uns zum ersten Mal in die stillen Berge von Silent Hill. Ein entspannter Spaziergang durch eine neblige Kleinstadt? Schön wär’s! Stattdessen erwarten uns verstörende Kreaturen, düstere Geheimnisse und jede Menge Gründe, die Taschenlampe lieber nicht auszuschalten.

 

James Sunderland erhält einen Brief von seiner verstorbenen Frau Mary. Sie soll sich ausgerechnet in Silent Hill aufhalten. Also macht sich James auf den Weg in die Stadt, um herauszufinden, was dahintersteckt. Was ihn dort erwartet, ist allerdings alles andere als ein freudiges Wiedersehen...

Wobei … bei einer verstorbenen Ehefrau sollte man damit wohl ohnehin nicht rechnen.

Die Stadt wirkt wie eine verdrehte Version der Realität, in der hinter jeder Ecke etwas lauern könnte. Und wir dürfen James auf diesem Albtraumtrip begleiten.

Die Stadt im dichten Nebel

Der ikonische Nebel ist natürlich auch im Remake wieder mit von der Partie. Silent Hill präsentiert sich düster, verwinkelt und verdammt unübersichtlich. Genau diese Atmosphäre macht einen großen Teil des Horrors aus: Man sieht kaum was vor einem liegt und weiß nie, was einen hinter der nächsten Ecke erwartet.

Im Vergleich zum Original gibt es außerdem mehr Gebäude, die wir betreten und erkunden können. Dort warten nicht nur zusätzliche Räume, sondern auch nützliche Gegenstände und Ressourcen.

Der verfügbare Loot kann sich dabei an unserem aktuellen Inventar beziehungsweise unserem Bedarf orientieren. Wer also knapp bei Heilgegenständen oder Munition ist, kann beim Erkunden durchaus fündig werden.

Zum Glück haben wir eine Karte, die uns zuverlässig durch die Stadt navigiert. Und die brauchen wir auch! Denn gefühlt stehen wir vor tausend Türen, von denen ungefähr 985 abgeschlossen sind. Wir fragten uns dann schon oft, warum hier überhaupt jemand Türen eingebaut hat, wenn ohnehin kaum eine aufgeht.

Jedes neue Gebiet wirkt zunächst riesig und weckt die Hoffnung auf jede Menge Erkundungsmöglichkeiten. Aber nicht alles, was interessant aussieht, lässt sich auch betreten. Immerhin markiert die Karte ausprobierte Türen und blockierte Wege, sodass wir nicht ständig dieselben Sackgassen abklappern müssen.

Groteske Kreaturen und ein hilfreiches Radio

Der dichte Nebel ist nicht das Einzige, was Silent Hill so unverwechselbar macht. Auch die grotesken Kreaturen gehören fest zum Albtraum dazu. Entstellte Krankenschwestern und bizarre Wesen, deren Körper scheinbar aus mehreren zusammengebundenen Beinen bestehen, machen uns das Leben schwer.

Unser Radio ist dabei ein wichtiger Begleiter. Sobald sich Gegner in der Nähe befinden, macht es sich durch störendes Rauschen bemerkbar. Eine praktische Warnung, die allerdings keine absolute Sicherheit bietet. Denn nicht jeder Gegner kündigt sich zuverlässig an.

Einige Kreaturen tarnen sich als harmlose Puppen und werden erst dann zur Gefahr, wenn wir ihnen zu nahe kommen. Andere bemerken wir womöglich erst, wenn sie plötzlich im Lichtkegel unserer Taschenlampe auftauchen oder uns direkt anspringen.

Und genau bei diesen unangenehmen Momente fragten wir uns, ob man wirklich noch weitergehen möchte. Die Antwort lautet meistens: Ja. Neugier ist eben eine gefährliche Sache, besonders wenn das Spiel alles daran setzt, uns dafür zu bestrafen.

Wie schwer darf euer Albtraum sein?

Wer bei Survival Horror gerne selbst bestimmt, wie hart es zur Sache geht, bekommt im Remake einige Möglichkeiten zur Anpassung. Kampf- und Rätselschwierigkeit lassen sich unabhängig voneinander einstellen. So könnt ihr beispielsweise die Kämpfe anspruchsvoll gestalten, euch bei den Rätseln aber etwas mehr Spielraum gönnen.

Im Kampf stehen uns neben einer Eisenstange verschiedene Schusswaffen zur Verfügung. Munition und Heilgegenstände sind begrenzt, weshalb jeder Kampf gut überlegt sein will. Manchmal ist es deshalb deutlich sinnvoller, die Beine in die Hand zu nehmen, statt sich mit jedem Monster anzulegen. 

Kurz gesagt

Mit Taschenlampe, Radio und einer hoffentlich noch brauchbaren Waffe erkunden wir eine Stadt, die uns mit ihrer Atmosphäre schnell in ihren Bann zieht. Dichter Nebel, groteske Kreaturen und eine bedrückende Stimmung sorgen dafür, dass wir uns selten sicher fühlen.

Zusätzliche betretbare Gebäude bieten mehr Möglichkeiten, nützliche Gegenstände zu finden. Die vielen verschlossenen Türen und blockierten Wege bremsen den Erkundungsdrang allerdings gelegentlich aus. Zum Glück hilft uns die Karte mit praktischen Markierungen dabei, nicht ständig vor derselben verschlossenen Tür zu stehen.

Auch die getrennt einstellbaren Schwierigkeitsgrade für Kämpfe und Rätsel sind ein Pluspunkt.

Silent Hill 2 Remake ist ein atmosphärischer Survival-Horror-Trip, bei dem hinter jeder Ecke das nächste Grauen lauern könnte. Wer psychologischen Horror und eine ordentliche Portion Gänsehaut liebt, sollte sich diesen Ausflug in den Nebel nicht entgehen lassen. Und denkt daran: Manchmal ist Weglaufen keine Feigheit, sondern schlicht die intelligenteste Entscheidung des ganzen Spiels.

Spielbar auf:

Spieldauer: ca 14h

Bewertung des Games unserer Blog-Leser:

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