Echo Generation 2 - Deckbuilding trifft auf nostalgischen 80er-Charme

Veröffentlicht am 8. Juli 2026 um 12:00
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Der erste Teil gehörte für viele Indie-Fans zu den Überraschungen des Jahres 2022. Kein Wunder also, dass Echo Generation 2 mit Spannung erwartet wurde. Doch kann der Nachfolger an den Erfolg anknüpfen oder geht er mit seinen Neuerungen ein zu großes Risiko?

 

Die rundenbasierten Kämpfe kehren zurück, wurden jedoch grundlegend erweitert. Statt ausschließlich klassische Fähigkeiten einzusetzen, baut ihr euch diesmal euer eigenes Kartendeck zusammen.

Je nach Spielstil kombiniert ihr Angriffe, Buffs, Heilkarten und weitere Effekte zu eurer persönlichen Strategie. Neue Karten erhaltet ihr als Belohnung oder entdeckt sie versteckt in der Spielwelt, wenn ihr aufmerksam erkundet. Ergänzt wird das Ganze durch einen Skillbaum sowie Accessoires, die zusätzliche Boni verleihen. So erhöht ihr beispielsweise euren Schaden, eure Energie oder die Anzahl der Karten, die ihr pro Runde ausspielen könnt.

Auch die Gegner bringen neue Mechaniken mit. Viele besitzen Schilde, die ihr mithilfe passender Kartensymbole zuerst brechen müsst, bevor ihr den maximalen Schaden verursachen könnt.

Etwas schade ist allerdings, dass viele Karteneffekte nur oberflächlich erklärt werden. Wer das volle Potenzial der verschiedenen Charaktere ausschöpfen möchte, muss sich selbst intensiv mit den Karten und ihren Synergien beschäftigen.

Mehrere Charaktere, mehrere Geschichten

Zu Beginn entscheidet ihr euch für einen Storyabschnitt und übernehmt einen der verschiedenen spielbaren Charaktere. Jeder von ihnen besitzt ein eigenes Kartenset und spielt sich deutlich anders.

Während ein Charakter auf eine Mischung aus Nah- und Fernkampfangriffen setzt, wird ein anderer immer stärker, je mehr Schaden er einstecken muss. Dadurch fühlen sich die einzelnen Kampagnen angenehm abwechslungsreich an. Im weiteren Verlauf greifen die verschiedenen Handlungsstränge schließlich ineinander und erzählen gemeinsam die komplette Geschichte.

Charmante Blockwelt im 80er-Jahre-Stil

Optisch bleibt sich Echo Generation 2 treu. Die blockartige Grafik kehrt ebenso zurück wie das charmante 80er-Jahre-Setting. Zwar setzt das Spiel nicht auf technische Höchstleistungen, doch gerade dieser unverwechselbare Look verleiht der Spielwelt ihren eigenen Charakter und sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert.

 

Fun Fact: Für das kanadische Indie-Studio Cococucumber ist Echo Generation 2 eine Premiere. Nach Spielen wie Riverbond, Echo Generation und Ravenlok ist es die erste echte Fortsetzung des Studios. Trotz des vergleichsweise kleinen Entwicklerteams wurde das Kampfsystem komplett überarbeitet und der charakteristische Voxel-Look mit moderneren Licht- und Partikeleffekten technisch weiterentwickelt. Das Ergebnis ist die bisher aufwendigste Version des unverwechselbaren Grafikstils von Cococucumber.

 

Kurz gesagt

Echo Generation 2 entwickelt das Kampfsystem sinnvoll weiter und richtet sich vor allem an Spieler, die Spaß an taktischen Deckbuildern haben. Die verschiedenen Charaktere, ihre individuellen Spielweisen und die motivierende Erkundung der Spielwelt sorgen für Abwechslung. Wer gründlich sucht, wird mit zusätzlichem Geld und neuen Karten belohnt.

Pro

  • Zwei Schwierigkeitsgrade: Dank der auswählbaren Schwierigkeitsstufen finden sowohl Einsteiger als auch erfahrene Spieler den passenden Einstieg. Gerade Neulinge profitieren von einem deutlich zugänglicheren Spielerlebnis.

Contra

  • Wenig Erklärungen zu den Kartenmechaniken: Viele Effekte und Synergien werden nur oberflächlich erklärt. Wer das volle Potenzial seines Decks ausschöpfen möchte, muss sich vieles selbst erschließen.

Wer bereits den ersten Teil mochte und nichts gegen etwas mehr taktische Tiefe einzuwenden hat, bekommt hier ein kurzweiliges Abenteuer mit viel Charme und einem gelungenen neuen Kampfsystem.

Spielbar auf:

Spieldauer: ca 12h

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